Happy Thanksgiving

Thanksgiving ist eines der größeren Feiertage in den USA. Die Geschäfte haben geschlossen und Familien und Freunde versammeln sich zum traditionellen Truthahnessen. Ganz wichtig ist dabei, dass es mehr zu essen gibt, als selbst die doppelte Anzahl Gäste seriös aufnehmen könnte.

Thanksgiving wird in den USA am vierten Donnerstag im November gefeiert und der darauf folgende Tag ist der “Black Friday”, der traditionell umsatzstärkste Shoppingtag und Startschuss für die Konsumralley zum Fest der Liebe (also Weihnachten, für alle die sich verunsichert fühlen). Anschließend haben wir alle wieder mehr von allem. Vielleicht am Ende sogar das eine oder andere, was wir tatsächlich gebrauchen können. Diese Hoffnung wollen wir nicht aufgeben, wie sehr auch immer unwahrscheinlich das sein mag.

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Ein Leben als Seelöwin

Año Nuevo State Park. Die weiblichen Seelöwen warten auf die Ankunft der Männer. Das läuft offensichtlich ganz anders als bei uns. Oder habt Ihr schon Mal ein Mädchen mit einem Blumenstrauß an der Bushaltestelle stehen sehen? Da habtas: Bei uns Trockennasenaffen warten die Männchen. Ich hab so oft gewartet. So. Oft.

Große Augen,

lange Gesichter.

Wo sind die Männchen?

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Nach der Wahl

Obama hat die Wahl auch durch die Stimmen der Minderheiten gewonnen. 60% der Weißen haben Romney gewählt, für Obama waren 93% der Schwarzen, 71% der Hispanics und 74% der Asiaten. Die Wähler im Alter zwischen 18 und 45 haben mehrheitlich Obama gewählt, die Wähler über 45 mehrheitlich Romney. Was bedeutet das? Nun, das ist ein No Brainer, es bedeutet, dass die Ansichten aussterben, die heute von den Republikanern vertreten werden. Und das nicht nur altersbedingt, denn die USA sind ein Einwanderungsland. Und die Einwanderer sind mehrheitlich Hispanics und Asiaten. Und mit den Einwanderern kommen ihre Ansichten und Werte. Sie wollen die allgemeine Krankenversicherung, sie wollen keine Kriege, sie wollen mehr Sozialstaat und weniger Handfeuerwaffen. Die USA rücken nach links. Die USA sind nicht gespalten, sie sind im Umbruch.

Die Bürger dieses Landes haben ihren ersten schwarzen Präsidenten wiedergewählt. Er beendet zwei Kriege, er wird wieder steuern erheben und das Defizit verringern. Die allgemeine Krankenversicherung wird kommen. Die Bürger dieses Landes haben in drei Bundesstaaten die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert und die erste offen lesbische Senatorin gewählt. Die USA werden bunter.

Die Todesstrafe in Kalifornien ist nicht abgeschafft, das sollen wir hier nicht verschweigen. Aber wir sollen uns auch nicht täuschen: Das wird kommen.

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Die Wahlnacht

Die Wahl ist vorbei und Obama ist auch für die kommenden vier Jahre Präsident der USA. Das ist das inzwischen allgemein bekannte Ergebnis und es ist auch der Endpunkt  der spannendsten Wahlnacht meines Lebens. Wir waren mit Freunden bei Freunden von Freunden zum Abendessen eingeladen. Alle Fernseher liefen und ebenso einige Laptops und Tablets mit den neuesten statistischen Hochrechnungen. Gegessen wurde auch, ja, aber eigentlich ging es um die Wahl. Speziell natürlich um die des Präsidenten, aber auch um die Wahl der Senatoren, den Stand in den Abstimmungen zu den Prepositions des jeweiligen Staates und nicht  zuletzt auch um die Vorhaben in County und Stadt. Die Wahllokale schließen um Acht Uhr abends und unmittelbar danach beginnt die Auszählung, mit den Zeitzonen von Osten nach Westen. Bei vielen Bundesstaaten ist das Ergebnis schon vor der Wahl klar. Aber bei den Swing States wird die Angelegenheit zu einer Schlacht der Statistiker: Immer mehr Wahlkreise melden die Ergebnisse der Wahl, das Kräfteverhältnis der Kandidaten verschiebt sich kontinuierlich und die Statistiker rechnen laufend die Wahrscheinlichkeit für den Gewinn des ganzen Bundesstaates für den einen oder den anderen Kandidaten.

Als in Kalifornien die Wahllokale schlossen,  waren die USA schon zur Hälfte rot oder blau eingefärbt und Obama hatte schon einige kritische Staaten gewonnen. Es sollte nur noch 22 Minuten dauern, bevor die ersten Statistiker Obama den Sieg in Ohio zusprachen. Das führte sofort zu heftigen Diskussionen auf allen Live-Nachrichtensendungen, denn es bedeutete den uneinholbaren Gesamtsieg. Die Experten diskutierten hitzig, derweil in den folgenden wenigen Minuten mehr und mehr Statistiker zu dem Schluss kamen, dass Obama Ohio gewonnen hatte. Am Ende gab selbst der ultrarechte Nachrichtensender Fox auf und räumte ein, dass Romney keine Chance auf die Präsidentschaft mehr hatte. Obama hatte gewonnen.

Es dauerte dann noch zwei Stunden, bis Romney in einer kraftlosen und kurzen Ansprache seine Niederlage einräumte. Es heisst, er habe unter Schock gestanden und außerdem sei keine Rede für diese Situation vorbereitet gewesen. Obama jedenfalls war vorbereitet und fügte der Liste der guten Reden eine weitere hinzu.

Ein guter Tag und ein spannender Abend.

P.S.: Florida hat noch einige Tage gebraucht herauszufinden, wie seine Bürger abgestimmt haben. Knapp für Obama.

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“This is Surf City”

Das hat Santa Cruz berühmtester Einwohner gesagt, Jack O’ Neill, Surfer, Geschäftsmann, Erfinder des Neoprenanzuges, Gründer der Marke O’Neill und Vater von sieben Kindern. Er hat wörtlich gesagt: “After all this is Surf City, there is no two ways about it.” Jack O’Neill wohnt nicht weit von hier, ist 89 Jahre alt und wenn man weiß worauf man achten muss, ist er leicht zu erkennen. Er trägt eine Augenklappe, ein Surfunfall.

1952 hat er den ersten Surf Shop eröffnet und sein Geschäft “Surf Shop” genannt. Die Rechte an dem Namen hat er noch immer und er könnte alle anderen Surf Shops verklagen. Tut er aber nicht.

This is Surf City und heute war das Finale der O’ Neill Coldwater Classics. Der Australier Taj Burrow (rotes Shirt) hat sich gegen Matt Wilkinson (gelb) durchgesetzt, er war e.s Favorit. Hier freut er sich über seine Trophäe und damit schließt sich der Kreis für diesen Beitrag.

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Präsidentenwahl

Ich erinnere mich an die Rede von Barack Obama in Berlin, an der Siegessäule. Damals kandidierte er für das Amt des Präsidenten. Heute ist er Präsident und die Situation ist doch irgendwie ähnlich, er bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Er wirkt älter und er ist es ja auch. Manchmal scheint er auch etwas abgekämpft, zum Beispiel bei der ersten Fernsehdebatte. Sein zurückhaltender Auftritt hat ihn seinen bis dahin auskömmlichen Vorsprung in den Umfragen gekostet.

Ich hatte es verschiedentlich schon erwähnt: in den USA bekommt der Präsidentschaftskandidat, der die meisten Stimmen in einem Bundesstaat gewinnt, die Stimme aller Wahlmänner des Bundesstaates. Im Ergebnis bedeutet das, wer die Mehrheit der Wählerstimmen eines Staates bekommt, erhält die Stimmen aller Einwohner des betreffenden Staates.

Die Situation so kurz vor der Wahl ist nun die, dass Barack Obama in kritischen swing states (Staaten in denen die Stimmenverteilung etwa ausgeglichen ist) die Umfragen anführt, allerdings so minimal, dass es noch innerhalb der Fehlertoleranz liegt. Was sind die Themen des Wahlkampfes? Die hohe Staatsverschuldung, die schwache Konjunktur, die Pflicht zur Krankenversicherung ab 2014, der Arabische Frühling, die Iranische Bombe, das Verhältnis zu China. Was war nicht Thema? Verringerung der Treibhausgase, Guantanamo und Europa.

Die Wahl des Amerikanischen Präsidenten ist ein weltweites Ereignis und vielleicht sind die Folgen für das Leben der Menschen in Pakistan und Irak größer als für die in Kalifornien. Die ersten können sich nicht wehren, die zweiten wehren sich mit aller Kraft gegen Einmischung der Bundesverwaltung. Über wichtige Themen in ihrem Bundesstaat, in ihrem County und in ihrer Stadt stimmen die Kalifornier am 6.11. direkt selbst ab: Die Abschaffung der Todesstrafe, mehr Geld für Schulen und dem Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage stehen (unter vielem anderem) zur Abstimmung an. So ist das hier, alle Macht geht vom Volke aus.

Was sonst? In Santa Cruz finden vom 1. bis 11. November die Coldwater Classics statt. Die weltweit besten Surfer zeigen ihr Können direkt entlang der Klippen am West Cliff Drive.

Links: Rede Obamas in BerlinHochrechnung zur US-WahlCalifornia Official Voter Information GuideColdwater Classics

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Costco

“Ihr seid ja doof, dass Ihr keine Costco-Karte habt! Ihr wohnt doch schon seit was? Zwei Monaten hier? Drei? Drei Monate und keine Costco Karte?! Ihr seid ja doof.”

Sind wir doof? Ein bischen wenigstens? Ich weiß es nicht. Wenn es so wäre, hätte ich dann genug Ressourcen, das zu erkennen? Wir wollen lieber kein Risiko eingehen. Also haben wir uns für 110 “little green ones” eine Costco-Karte beschafft. Costco ist ein membership warehouse club, d.h. wer beitritt kann einkaufen und zwar enorme Verpackungsgrößen zum (mengenbezogen) kleinen Preis. Von dem Konzept hatten wir verschiedentlich schon gehört. Dennoch waren wir nicht vorbereitet auf das, was uns hinter den Rolltoren erwartete: Geschätzte Zehntausend Quadratmeter Hochregallager gefüllt mit Produkten auf Holzpaletten. Unten wird abgegriffen, dann kommt der Gabelstapler und schiebt von oben die nächste Palette nach. Und dazwischen wuseln Konsumenten im Wettstreit um den vollsten Einkaufswagen. Niemand beachtet die zwei hilflosen Europäer, vollkommen apathisch und ziellos schieben sie den einzigen leeren Einkaufswagen durch die Gänge. Was da aussieht wie Zementsäcke ist Zucker oder Mehl, Q-tips gibt es verpackt zu je 2000 Stück und die Tüte mit den Bonbons wiegt über drei Kilo. Sowas kauft man nie für sich allein, sondern immer auch für die Generation nach einem.

Unser Plan war, aus der Tüte mit den Bonbons die “Werthers Echten” herauszusammeln und die übrigen zum Teil absonderlichen Geschmacksrichtungen an Halloween mit Druck an die Kinder der Nachbarn zu entsorgen. Wie das ausgegangen ist, soll ich ein anderes Mal berichten.

Neue Photos

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Happy Halloween!

 

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Gastbeitrag: Fazit eines Besuchs

Kalifornien ist ein freundliches Land. In jedem Laden wird man von jedem Mitarbeiter nach seinem Befinden gefragt (How are you today? How are you doing?), wobei natürlich keiner wissen will, ob man gerade unter Jetlag, Zahnschmerzen oder Liebeskummer leidet. Darum murmelt man also eine Standardantwort in der Richtung „Fine, thanks, how about you?“ und gibt damit den Ball zurück. Pro forma, jedenfalls.

N., einer amerikanischen und in Berlin lebenden Freundin von e. und tikay, die mit A. einen Tag zu Besuch war, geht das auch auf den Geist. Sie nennt diese Floskeln „sugar-coated and put in a box“ (zuckersüß verpackt). Es sind also offensichtlich nicht nur wir Deutschen, die wir uns wünschen, mit einem freundlichen „Hello“ begrüßt zu werden, das die Chance auf ein wortkarges, aber nicht minder freundliches „Hi“ als Erwiderung eröffnet. Oder ist N. schon so germanisiert?

Zwischen N. und tikay kam es übrigens zu einer divergierenden Einschätzung bezüglich der Hupgewohnheiten der kalifornischen Autofahrer. Während tikay findet, dass die Autofahrer insbesondere bei grünen Ampeln, an denen man vor sich hin träumend vergisst loszufahren, eine grenzenlose Geduld aufbringen, hat N. da andere Erfahrungen. Sie findet, die Berliner Autofahrer hupten viel weniger als die in Kalifornien und wären viel geduldiger. Meine eigene, ganz persönliche randomized placebo-controlled double blind study über 17 Tage hat ergeben, dass tikay mit seiner Beobachtung etwas richtiger zu liegen scheint als N.

Aber ich schweife ab, also zurück zum Einkaufen: An tikays Geburtstag trat eine Verordnung in Kraft, die die Verwendung von Einkaufstüten aus Plastik verbietet. Wie fortschrittlich! Nun bekommt man in jedem Laden weiterhin die bekannten Braunpapiertüten, inzwischen mit Griffen und häufig nur gegen Geld. Also bringt man selber seine Beutel (die Zeit der Jutebeutel lässt grüßen) mit und kriegt als Belohnung an der Kasse des Supermarktes ein kleines gelbes Zettelchen pro Beutel. Dieses Zettelchen ist 5 Cent wert (soviel kostet hier eine Tüte) und man kann nichts anderes mit ihm tun, als diesen Betrag am Ausgang einem gemeinnützigen Projekt zu spenden. Man hat die Qual der Wahl: Brustkrebsprojekt, Kinder in Not, Erhalt der einheimischen Pflanzenwelt, Katzenkastration – um nur einige zu nennen.

Eine gute Idee, die man durchaus auch flächendeckend in Deutschland einführen könnte, sind die Stoffbeutel, die es in verschiedenen Größe und verschiedener „Luftdurchlässigkeit“ für Gemüse gibt. Ob lockeres Netz oder dicht gewebter Baumwollstoff – Kartoffeln, Äpfel, Erdbeeren, Salat und anderes frisches Zeug werden darin gesammelt und umweltfreundlich in die eigene Küche überführt. Nachahmenswert, sagt die umweltbewusste deutsche Hausfrau!

Apropos Dienstleistung und Ideen. Unclepoop kommt gerne, um den hauseigenen Garten – je nach Wahl einmal pro Woche oder häufiger – von Hundekacke zu befreien. Ein Schnäppchen für nur 15 Dollar und alle, die nicht regelmäßig ihren Hund ausführen (wobei auch da eine Tüte für die Hinterlassenschaften nicht nur mitgeführt, sondern auch eingesetzt werden muss).

Und falls man zuhause nicht die Badewanne mit Hundehaaren verstopfen möchte, das Tierchen trotzdem mal gut duften soll – dann geht man eben zum Self Dog Wash um die Ecke. Die werben mit dem Spruch: When your car gets dirty, you take it to a car wash. When you dog gets dirty, you take it to a dog wash. Das Leben kann so einfach sein, aber nur, so lange man bis 17.00 Uhr mit dem Waschen des Kuscheltieres fertig ist!

In diesem Sinne ein Happy Halloween und für den Rest und alles weitere, müsst Ihr Euch schon mal selber ins Flugzeug setzen und gucken kommen.

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Gastbeitrag von CS: Tierisches

Der Ano Nuevo State Park, einige Kilometer nördlich von Santa Cruz, ist bekannt dafür, dass dort jedes Jahr See-Elefanten an den Strand gehen, ihre Jungen bekommen und wieder davon schwimmen. Zu dieser Zeit des Jahres kommen als erste die Jungtiere wieder zurück. Sie lagern auf dem nördlichsten Strand, immerhin 45 Minuten Fußmarsch vom Parkplatz entfernt. Man hört sie schon von weitem. Die Halbstarken tragen ihre Kämpfe aus, im Wasser und an Land. Dabei grunzen sie laut und tief, richten ihre Oberkörper auf und knallen diese aneinander. Ausgewachsene See-Elefantenmänner können bis zu dreieinhalb Tonnen schwer werden und über sechs Meter lang. Die Damen der Schöpfung sind ungleich zierlicher mit nur 3 Metern Länge und maximal 900 kg Gewicht. Beide sind von ungemeiner Wendigkeit, die man ihnen nicht zutraut. Darum stehen überall Warnschilder, die dazu auffordern, Abstand zu halten.

Die „jugendlichen“ See-Elefanten wiegen noch viel weniger (zwischen 150 und 600 kg, je nach Alter) und liegen dichtgedrängt nebeneinander am Strand. Ab und zu schaufelt mal einer eine Runde Sand über sich und seine Nachbarn. Heißsporne kühlen im Wasser ihr Mütchen, manchmal endet dies mit einer blutigen Nase für den einen oder anderen. Es gibt sogar einen Strand für die „Loser“. Dorthin verziehen sich die, die in den Kämpfen unterlegen sind und pflegen ihre Wunden, oder die, die keine Frau abgekriegt haben. See-Elefantenmänner frönen der Vielweiberei, haben aber auch immer gut zu tun, um Rivalen zu vertreiben. Wegen der vielen Kämpfe liegt die Lebenserwartung eines männlichen See-Elefanten bei nur 14 Jahren, die Weibchen werden 4-8 Jahre älter.

Zur Zeit wird auch im Meer eine verstärkte „shark activity“ beobachtet, berichtet ein Ranger, der uns kontrolliert, bevor wir uns den See-Elefanten nähern dürfen. Für Haie ist so ein junger See-Elefant offensichtlich eine vollwertige und sättigende Mahlzeit.

 Fische haben wir auch im Monterey Bay Aquarium begucken können. Beeindruckend war das über zwei Stockwerke reichende Becken mit dem „kelp forest“, dem Algenwald, durch den die Fischschwärme jagen, in dem sich jedoch auch einzelne Fische unter die Algenblätter klemmen, um in Ruhe ein Nickerchen zu machen. Das Aquarium zeigt nicht nur einheimische Fischarten, sondern auch so seltene Tiere wie die „leafy seedragons“ und die „weedy seedragons“, die eigentlich in Australien heimisch sind. Beide gehören zur Familie der Seepferdchen, bei beiden trägt der Vater die Kinder aus, nachdem das Weibchen ihm die befruchteten Eier in eine Hautfalte am Schwanz gedrückt hat. Das nenn ich doch mal Emanzipation.

Farblich perfekt abgestimmt präsentierten sich die „jellies“. So werden die Quallen (jellyfish) hier liebevoll genannt. Vor einer sattblauen Wand schwebten die transparenten orange- und pinkfarbenen Gebilde rauf und runter, zogen ihre langen Tentakeln hinter sich, die sich miteinander verwoben und wieder auseinander drifteten. Ein stummes und zugleich farbenfrohes Wasserballett. Nein, sie haben sich erstaunlicherweise nicht verknotet.

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