auch genannt California Poppy oder Golden Poppy oder California Sunlight oder Cup of Gold. Offizielle Blume des Staates Kalifornien. Wir haben sie im Herbst ausgesät und das ist unsere erste Blüte dieses Jahr.
Viele Grüße an Petra.
auch genannt California Poppy oder Golden Poppy oder California Sunlight oder Cup of Gold. Offizielle Blume des Staates Kalifornien. Wir haben sie im Herbst ausgesät und das ist unsere erste Blüte dieses Jahr.
Viele Grüße an Petra.
Heute möchte ich Euch unsere Nachbarn vorstellen. Wir haben keinen besonders guten Draht zu denen, die schweben mehr so über den Dingen und schauen auf uns herab: Ein Pärchen von Red Tailed Hawks oder Rotschwanzbussarden nistet im Baum gegenüber unserer Veranda. Wir sind auf den Nachwuchs gespannt.
Red Tailed Hawks sind in Mittel- und Nordamerika verbreitet, sie sind im Bestand nicht gefährdet. Das Weibchen legt 1-5 Eier, die Jungen werden 5 Wochen ausgebrütet und dann noch fünf Wochen gefüttert. Red Tailed Hawk Pärchen sind monogam und bleiben ein Leben Lang zusammen. Das haben sie uns Menschen voraus. Und fliegen können sie auch noch.
Ich möchte Euch heute den monarch butterfly (oder einfach nur monarch oder auf Deutsch Monarchfalter oder Amerikanischer Monarch) vorstellen, hier sitzt einer auf unserem Pflaumenbaum:
Der Monarchfalter ist in ganz Nord- und Mittelamerika verbreitet, aber er überwintert entlang der Kalifornischen Pazifikküste und im mexikanischen Teil der Sierra Nevada zum Teil in Ansammlungen von Millionen Tieren. In Santa Cruz ist der Natural Bridges State Beach Park ein solcher Überwinterungsort für einige Tausend Schmetterlinge. Das Insekt hat (außer im Winterschlaf) eine Lebenserwartung von etwa einem Monat und die jährlichen Wanderungen erstrecken sich damit über mehrere Generationen:

Author: Harald Süpfle – License: Creative Commons
Der Falter kann im Segelflug große Strecken zurücklegen und schafft es bei günstigen Winden gelegentlich auch über den Atlantik nach Portugal, Spanien und Großbritannien. Die orange Farbe ist eine Warnung, der Schmetterling ist giftig.
In den USA sind in den Wohngegenden die Hausnummern zusätzlich am Bordstein ausgewiesen. Dort sind sie einfach zu finden und – da sowieso jeder sein Auto im ‘Driveway’, in der Auffahrt parkt – meistens auch nicht verstellt. Für Deutschland ist die Idee nicht praktikabel, das sehe ich wohl ein.
Der Frühling hält Einzug in SC und mit ihm die Sommerzeit, seit Sonntag gilt PST+8=MEZ.
Gestern hatten wir zum Abendessen Besuch einer amerikanischen Freundin. Sie ist in Rente und hat uns vor einigen Wochen Zugang zu dem für die Öffentlichkeit gesperrten Ano Nuevo State Park verschafft, wo sie als Freiwillige arbeitet und die Seeelefanten schützt. Sie ist ordentlich in der Welt herumgekommen und hat lange in Bolivien gelebt. Zuletzt war sie Teil des Wahlkampfteams für Barack Obama in Florida. Sie ist ein kurzweiliger Gesprächspartner und sie liebt Deutschland und vor allem Berlin. Im Gespräch kommt irgendwann nebenbei zur Sprache, dass in Deutschland der Wohnort behördlich angemeldet werden muss. Unser Gast ist fassunglos entsetzt und wir versuchen vergeblich, den Sachverhalt ins richtige Licht zu rücken. Dann kommt die Frage: “Ist das noch ein Relikt aus der Nazizeit?”
Nach § 16 Absatz 1 Melderechtsrahmengesetz wird übrigens auch gemeldet, wer in Hotels, Beherbergungsstätten, Zelten, Wohnwagen oder Wasserfahrzeugen übernachtet, in Krankenhäusern oder in Pflegeheimen. Wenn Ihr also “geheim” unterwegs seid, müsst Ihr im Gebüsch schlafen.
Ich verstehe inzwischen auch nicht mehr, warum wir Deutschen uns von unseren Behörden so überwachen und gängeln lassen.
Aber die Behörden sind ja auch die Guten. Das waren sie schon immer.
Nichtwahr?
Bei beiden leuchtet die Anzeige, der Tank ist leer. Die Gründe sind unterschiedlich: Unser deutscher Autofahrer, Otto, hat gerade zwei Stunden seinen Opel Ascona mit Vollgas über die – wie er sagt – “Bahn” geprügelt. Unserer Amerikaner ‘Bob’ dagegen hat leider vergessen, von seinem 8 Zylinder Dodge Ram 3500 ‘Bighorn’ an der roten Ampel den Motor abzustellen. Otto und Bob fangen zufällig gleichzeitig mit dem Tanken an, aber Otto kann für sich einen kleinen Vorsprung herausholen: Er kann sofort anzapfen, während Bob umständlich in den Tiefen seiner Latzhose nach der Kreditkarte fischt, die erst falsch herum in das Lesegerät an der Zapfsäule schiebt und sich dann auch noch bei der Geheimnummer vertippt. Nach einiger Zeit schwingt Otto die Zapfpistole mit der lässigen Bewegung des stolzen Autofahrers in das Metallholster zurück, Bob wird noch eine ganze Weile brauchen, bis der kleine Pool in den Tiefen seines ‘Bighorn’ mit Benzin vollgelaufen ist. Otto betritt durch die vollautomatische Schiebetür den Tankstellen-Verkaufsraum, es riecht nach Blumen und frischen Brötchen, an der Kasse forscht eine ältere Dame in den Tiefen ihrer Handtasche nach der EC Karte, hinter ihr wartet geduldig ein langhaariger LKW-Fahrer. Otto stellt sich an. Oma vertippt sich bei der Geheimnummer. Bob hat fertig getankt, klettert auf den Fahrersitz zurück und startet seinen Monster-Truck. Während der vor sich hin Wuga-Wuga-Wuga, telefoniert Bob noch kurz auf seinem klimatisierten Hochsitz. Oma muss Beleg unterschreiben und sucht nach ihrer Brille. Bob steuert seinen Bighorn vom Tankstellengelände herunter. Oma ist fertig, der Langhaar-Yeti ist dran und er verlangt eine Benzol-Bockwurst im Brötchen. Der Tankstellenpächter schneidet ein Brötchen auf, angelt eine Wurst aus dem Inkubator und stellt die Mahlzeit zusammen. Bob fährt inzwischen schon auf dem Highway auf und beschleunigt sein Scheunentor. Der Yeti will noch einen Kaffee und dann Senf, später kramt er nach Kleingeld.
You get the idea?
Ich bin viel ausgeglichener, seitdem ich gleich an der Säule zahlen kann.
Ihr habt abgestimmt und ich muss schreiben: Gute Ideen Made in USA, Episode II.
Weil das mit dem Abstimmen so gut geklappt hat, habe ich vorher noch eine Frage an Euch: Welches Bild ist das beste als Desktop-Hintergrund? Mehrfachwahl ist möglich.
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abstimmen! ===>
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Natürlich gibt es kaum etwas spießigeres als eine Badezimmertür. Aber wenn nun eine solche schon vorhanden ist, dann sollte sie auch abschließbar sein, so denke ich. Das geschieht bei unseren Türen durch einen auf der Innenseite angebrachten Knopf am Knauf: Sobald der eingedrückt ist, lässt sich die Tür von der Außenseite nicht mehr öffnen. Das ist praktisch, weil der Knopf sich natürlich auch bedienen lässt, während die Tür noch in einem Prozess des gerade geschlossen werdens sich befindet. Mithin wird aus dem in Deutschland sequentiellen Vorgang “Tür schließen und dann abschließen” ein paralleler Vorgang “Tür schließen und dabei abschließen.” Das spart viel Zeit. Außerdem gibt es keinen Schlüssel mehr, der verloren gehen könnte. Und auch kein Schlüsselloch, die gefürchtete Sicherheitslücke. Dafür ist es mit dem System möglich, sich auszusperren: Knopf drücken und Tür von außen zuziehen. Auch wenn ich mir so recht nicht vorstellen kann, welches Superhirn sich auf die Art plötzlich auf der falschen Seite der Badezimmertür wiederfindet: Die Möglichkeit reicht hin, dass es auch irgendwann passieren wird. Dann kann von der Außenseite mit einem spitzen Gegenstand durch ein kleines Loch hindurch die Tür wieder entriegelt werden. Ich bezweifle, ob Superhirn das hinbekommt, aber irgendetwas ist ja immer.
Kurtaxe in Santa Cruz
Beginnend ab diesem Sommer wird in Santa Cruz Kurtaxe erhoben. Die Entscheidung war lange umstritten und wurde im Stadtrat kontrovers debattiert. Schließlich aber haben sich die Kräfte durchgesetzt, die eine solche Abgabe als Chance verstehen, die vielen Gäste der Stadt an den Kosten für den Betrieb und den Erhalt der städtischen Einrichtungen zu beteiligen. Vorausgegangen war die Ernennung der Stadt Santa Cruz zur “Therapeutic Pacific Bath Town” (Stadt des pazifischen Heilbades) im Dezember letzten Jahres.
Ein ungewöhnlicher Schritt, aber die Maßnahme ist fair und ausgewogen: Die Kurtaxe von je nach Zone bis zu 7.20 USD pro Übernachtung wird direkt im Beherbergungsbetrieb erhoben und muss quartärlich an die Stadt abgeführt werden. Wer bei Freunden, im Auto oder im Zelt nächtigt, kann den Betrag binnen 24 Stunden im “Tourist Information Office” begleichen. Es sind Rabatte vorgesehen für Gruppen, Familien mit Kindern oder Langzeitaufenthalte. Hunde werden vermutlich extra kosten, aber das steht noch nicht abschließend fest. Soziale Härtefälle und Angehörige des Militärs können von der Taxe befreit werden, Antragsformulare gibt es bei der Post.
Die Quittung über die gezahlte Kurtaxe bzw. die “Amtliche Bescheinigung der Befreiung von der Kurtaxe aus Gründen des Härtefalls (Kurz: ABeBeKuGrüfa)” hat der Besucher mit sich zu führen und auf Verlagen vorzuzeigen. Einwohner weisen sich einfach durch eine Wasser- oder Gasrechnung nicht älter als sechs Monate aus. Oder durch den komplizierten linkshändigen Surfergruß. Wer ohne Nachweis aufgegriffen wird, bekommt sein Surfbrett beschlagnahmt und wird der Stadt verwiesen.
Das ist dann hart.