Networking Events

Networking Events sind Geschäftliche Veranstaltungen nur zu dem Zweck, neue Kontakte zu knüpfen. Bei meiner ersten Veranstaltung dieser Art vor etwa zwei Jahren war ich schockiert von der Oberflächlichkeit. Inzwischen bin ich begeistert von der Effizienz.

Wie läuft das ab? Das wichtigste zuerst, es gibt immer ein Buffet. Oder, seien wir etwas vorsichtiger: Ich habe es noch nicht ohne Buffet erlebt. Und dann geht es darum, in gelassener Atmosphäre mit möglichst vielen zu sprechen und festzustellen, ob es “common ground” gibt. Brauche ich, was er anbietet? Braucht er, was ich anbiete? Visitenkarten werden in jedem Fall ausgetauscht und kaum ein Gespräch dauert länger als fünf Minuten.

Networking Events sind Speeddating für das Geschäft. In beiden Fällen geht es nicht darum, neue Freunde zu finden.

(Disclaimer: Speeddating habe ich nie gemacht, das kenne ich nur sozusagen second-hand…)

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How to kill a Mockingbird

Der geschickte Umgang mit Google lässt tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Bewohner eines Landes zu. Wer in den USA “How to kill a” bei Google eingibt, bekommt in folgender Reihenfolge Vorschläge zur Autovervollständigung ein: “Cat”, “Dog”, “Tree”, “Mockingbird” und erst dann meine Nummer Eins: “Gopher”.

“Cat” und “Dog” in der Liste verweisen auf Seiten von Tierärzten, die davor warnen etwa Nüsse, Weintrauben oder Schokolade an seinen Hund zu verfüttern. Soviel zur Beruhigung.

Festzuhalten bleibt allerdings, dass der Mockingbird anscheinend mehr nervt als der Gopher. Und das ist nicht vollkommen abwegig, der Vogel krakeelt gerne stimmgewaltig das ganze Viertel zusammen und das auch mitten in der Nacht.

Und daher ist es eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung, dass unser Mockingbird vor einigen Tagen ein Weibchen für sich gewinnen konnte und seitdem viel ruhiger ist.

Frauen retten die Welt. Again.

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Mall of Berlin

Ich erinnere mich, dass zu den ersten Unterrichtsstunden in der englischen Sprache irgendwann auch die Diskussion gehörte, dass es in den USA große Einkaufs-Malls gibt, gigantische Konsumtempel, in denen die Amerikaner flanieren und shoppen.

Schnellvorlauf 25 Jahre weiter: In den USA gibt es große Einkaufs-Malls, gigantische Konsumtempel, die entweder leer sind und verfallen, oder sich notdürftig mit Ramschware über Wasser halten. Es gibt nur noch wenige Malls, denen es gut geht und die übrigen sterben wie die Fliegen an der Fensterscheibe. Zum flanieren geht es heute nach Downtown und eingekauft wird online.

Ich war daher mittelmäßig überrascht zu lesen, dass in Berlin demnächst die “Mall of Berlin” eröffnet. Ich war nicht mehr ganz so überrascht zu lesen, dass es wegen Problemen bei der Brandschutzanlage noch etwas dauert.

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Sommersonnenwende

Heute ist maximal Sommer und die Tage werden wieder kürzer.

Achtung: Du sollst nicht pauschalisieren! Neuer Versuch:

Auf der Nordhalbkugel ist heute maximal Sommer und die Tage werden wieder kürzer.

Das Datum findet in Deutschland viel weniger Beachtung als die Wintersonnenwende, die vielfach mit Erleichterung und Vorfreude auf längere Tage in Verbindung gebracht wird. Also, solange es gut läuft, macht sich kaum jemand Gedanken um möglicherweise negative Trends. Die Menschen sind Optimisten, selbst die Deutschen. Und das ist doch eine schöne Erkenntnis, oder?

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Wie ist Englisch, als Sprache so?

Englisch ist keine leichte Sprache, es ist eine Sprache mit vielen Nuancen und einem großen Wortschatz. Die Amerikaner sprechen keine weitere Sprache, weil Englisch schwer genug ist:

– “Sanction” kann bedeuten, dass etwas offiziell genehmigt wurde oder dass es unter Strafe steht.

The gentlemen left then the ladies are left. (Die Herren sind weg, die Damen sind noch da, aber beide sind “left”)

The light went off and the alarm went off. (Das Licht ging aus und der Alarm ging an)

– I hardly get out of the house because I work out of my home. (I hardly get outside of the house because I work inside of my home.)

 I decided to toss out the idea. (bedeutet entweder “Ich beschloss die Idee Vorzuschlagen” oder “Ich beschloss die Idee zu verwerfen”)

He’s always there to hold me up. (bedeutet entweder “Er ist immer da um mir zu helfen” oder “Er ist immer da um mich aufzuhalten”.

– Let’s meet on Monday or at the weekend or in a month.

– “That is bad!” kann bedeuten “That is good!” aber “That is good” bedeutet nie “That is bad“. Und “That is interesting” bedeutet häufig “That is boring” aber “That is boring” bedeutet immer “That is boring“.

Isn’t that interesting?

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Deutsche Ingenieure sind Weltspitze

Deutsche Ingenieure sind weltspitze und das hat seinen Grund. Deutsche schonen weder Mensch, Maschine noch Material. Alles, was nicht von Deutschen Ingenieuren entworfen und gebaut wurde, geht bei der Benutzung durch Deutsche in kürzester Zeit kaputt. Dieser Zusammenhang ist mir spätestens klar, seit meine zierliche Schwester “Ich hab’ nichts gemacht!” bei ihrem Besuch hier den Mischregler in der Dusche aus der Wand gerupft hat.

Deutsche Ingenieure halten dagegen und bauen immer solider, der Rest der Welt kann nicht mithalten. Unser Gartentörchen ist genau das: Ein Tör-“chen”, eine optische Barriere für den Hund, nicht mehr. Da kann man sich nicht gegenlehnen und das kann man auch nicht zuschmeißen. Zumindest nicht folgenlos, und mir geht langsam der Platz aus, an dem ich den filigranen Schließmechanismus noch neu anschrauben kann.

Thema “Gasdruckdämpfer”: Ja, das hatten wir auch mal in einer deutschen Küche. Hier gibt es das nicht. Schranktüren, Schubladen, Drehschränke werden von Hand in Bewegung gesetzt und auch von Hand wieder abgebremst. Ebenso Autotüren, Fenster, bewegliche Teile, technische Geräte, Türen und Klappen im allgemeinen, grundsätzlich gilt: Kraft dosiert einsetzen, weniger ist mehr!

Pauschal gilt: Wenn man dran zieht geht es auf, wenn man drückt geht es zu. Wenn das nicht funktioniert, hat sich folgendes bewährt: Innehalten, schauen und Situation neu bewerten.

Gewalt ist keine Lösung!

Das ist mein Beitrag für eine Welt, in der sich nicht immer Deutsche am frischen Ende einer Spur der Verwüstung finden.

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Gangnam Style

7 Milliarden Menschen leben auf dieser Welt und 2 Milliarden mal ist das Video von Psy, “Gangnam Style” angesehen worden. Das bedeutet nun nicht, dass 2 von 7 Menschen das Video kennen, denn ich etwa habe es mir mehrfach angesehen. Obwohl ich das vielleicht nicht hätte tun sollen. Anyway, was wir sicher wissen ist folgendes: zwischen einem und zwei Milliarden Menschen haben das Video gesehen.

Was wir auch wissen, ist das Psy bis hierher den Erfolg nicht wiederholen konnte und damit in die Kategorie “One hit wonder” fällt. Und spannend ist nun die Konsequenz, die das hat: Alle “One hit wonders” treten nämlich irgendwann am Santa Cruz Boardwalk auf und geben ein (für die Zuschauer) kostenloses Konzert am Strand. Ich freue mich schon auf Psy!

Dieser Sommer allerdings ist schon ausgebucht, den Konzertplan gibt es hier, falls Ihr Eure Besuchspläne darauf abstimmen wollt. Beachtet, wie hinter den vollkommen unbekannten Bandnamen in Anführungszeichen ihr “Hit” steht.

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Stand your Ground

Es gibt in den USA in 30 Staaten das Recht zur Selbstverteidigung notfalls auch mit tödlicher Gewalt. Das bedeutet nicht, dass ich jeden erschießen kann, der auf mein Grundstück vordringt. Es bedeutet, dass ich mich als Opfer einer schweren Straftat mit auch tödlicher Waffengewalt zu Wehr setzen kann. “Stand your Ground” wird in den USA kontrovers diskutiert, vor allem hinsichtlich der Frage, ob das Opfer nicht vor der Anwendung tödlicher Gewalt zunächst versuchen sollte zu fliehen. So ist es etwa in Kalifornien geregelt.

In Deutschland gilt “Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen” und das ist nichts anderes als “Stand your Ground”. Im Detail ist es sogar drastischer als die Regelungen aus dem amerikanischen Bibelgürtel, denn tödliche Gewalt ist nur dann nicht erlaubt, wenn sie im krassen Mißverhältnis zum zu schützenden Rechtsgut steht.

Nun ist in den USA ein deutscher Austauschschüler erschossen worden, nachdem er mitten in der Nacht in eine fremde Garage eingedrungen ist. Der Fall wirft eine Menge Fragen auf, aber er ist bestimmt kein Aufhänger für deutsche Kritik am amerikanischen Notwehrrecht.

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Zurück in Kalifornien I, II und III

Obwohl die Kalifornier den Deutschen in Punkto Umweltschutz voraus sind, weit voraus sind, gibt es doch einen Punkt, der die Bilanz stört: Beim kurzfristigen Parken des Fahrzeugs (also so 10 bis 15 Minuten) wird der Motor oft nicht abgestellt. Warum? Ich habe keine Ahnung. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es nicht die hellsten Köpfe und die schärfsten Denker sind, die dieses Verhalten an den Tag legen.

Nützt ja nichts, ist eben so.

Gibt es weitere Dinge? Ja, es könnte mehr regnen, mehr Wasser würde der Region gut tun. Und wo wir gerade dabei sind, es könnte Nachts wärmer sein, in einer lauen Sommernacht draußen sitzen? Das gibt es nicht, wenn die Sonne unter geht, ist es sowas von sofort nicht kühl sondern kalt. Und ja, der kalifornische Autofahrer ist total entspannt, I get that, aber hin und wieder mal blinken? Das müsste eigentlich schon noch gehen.

All in all, Verbessserungsvorschläge für Kalifornien sind nicht unbedingt a crowded field.

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Babyschwimmen

In der neuen Funktion “Eltern” sieht man sich ja plötzlich auch mit ganz neuen Problemen konfrontiert. Wie zum Beispiel das hier: “Wer muss mit der kleinen und 20 anderen Kleinkindern in randvollen Windeln in den beheizten Pool steigen?”

Nora hat ihre erste Kinderkrankheit weitgehend hinter sich, das 3-Tage-Fieber. One down, many more to come.

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