NfN IX

Wir sind in Woche 24, Nora hat ihre Füße entdeckt.

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Rückblick Deutschland III

Die Deutschen sind im Schnitt größer als die Bevölkerung in Kalifornien. Wer so groß ist, kann auch einfach mal rausplautzen, was er so denkt. Rücksichtnahme ist in Deutschland nicht so wichtig, gepflegtes Äußeres und gute Erziehung aber schon. Ganz groß ist in Deutschland Zuverlässigkeit, Monate vorher geplant und trotzdem sind alle pünktlich da. In Kalifornien ist es eine gute Idee, den Tag vorher kurz anzurufen, allgemeiner Check so: “Are we still on?“.

Grundsätzlich ist zu sagen, Termintreue ist in Kalifornien… nun ja… ein weites Feld. In unserem kleinen Surferort gilt das noch besonders. Wenn die Wellen hoch sind, dann wird das mit dem Termin … schwierig.

Was ich ja auch vergessen hatte: Die Haptik einer soliden Deutschen Wohnungstür. Zum Schließen einfach nur immer wieder mit der Schulter dagegenwerfen, bis das Biest im Türrahmen eingerastet und verankert ist. Angst vor dem apokalyptischen Angriff der Untoten ist in Deutschland nicht verbreitet und das liegt schlicht an diesen Türen. Und an den Fenstern, da kommt einfach nichts durch. Auch keine Luft by the way. Raumklima wie in einer Tupperdose.

Falls die Fenster doch einmal einen Moment offen stehen sollen, wäre ja Fliegengitter eine gute Idee, oder? Komischerweise kaum verbreitet bis gar nicht vorhanden.

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Rückblick Deutschland II

Ich erinnere mich natürlich auch an Deutsche Innenstädte, Fußgängerzone, vielleicht sogar Altstadt, keine Autos, die Menschen sitzen draußen in der Sonne und trinken Kaffee (und rauchen). Die Kultur des “draußen sitzens” ist in Kalifornien nicht ausgeprägt, es fehlt die Wertschätzung für schönes Wetter.

Meine Wertschätzung geht an die deutschen Autos, sehr solide das ganze. Fast schon etwas ruppig, so von der Federung. Und brutal der Anzug dieser neuen Dieselmotoren. Das hat zwar mit Laufkultur nichts mehr zu tun, aber dafür fährt man damit auch durch die ganze Republik, bevor die Tankanzeige leuchtet. Elektrofahrzeuge scheint es irgendwie nicht zu geben.

In Deutschland ist “Auto” ein echtes Thema, du bist was du fährst. Mercedes ist gut, Audi ist noch besser. Für alles andere braucht der Fahrer gesundes Selbstbewusstsein. In den USA hat das Auto etwa den Stellenwert der Waschmaschine, niemand will ohne leben und modern ist gut, aber wenn alt und noch geht, dann auch gut. Jedenfalls wird nicht viel darüber geredet, wohingegen “das Auto” oder “meine Erlebnisse im Straßenverkehr” in Deutschland zwei Mal am Tag Thema allgemeiner Betrachtungen sind, auch schon mal als Monolog beim Fahren selbst. Das soll niemanden verängstigen, das ist normal.

Fortsetzung folgt.

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NfN VIII

Da hat sich inzwischen einiges getan, Nora lacht viel und … tataaa! Sie kann sich vom Bauch auf den Rücken drehen.

Letzte Woche haben wir angefangen, Süßkartoffelbrei zuzufüttern. Mir schmeckt das Zeug überhaupt nicht, aber Nora haut voll rein. Da ist noch ein langer Weg bis zum ganz großen Finale, dem kulinarischen Gipfel, dem … pause for effect … Grilled Chicken Burrito!

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Rückblick Deutschland

Einen Monat sind wir nun schon wieder hier und über zwei Jahre wohnen wir nun in den USA. Die Zeit rast, wenn man Spaß hat…

Also, wie war’s in Deutschland? Na, es ist schon erstaunlich, wie viel ein mittelmäßig intelligenter Mensch in zwei Jahren vergessen kann. Ich erinnere mich aber daran, dass die Einkaufswagen mit einer Münze von der Kette gelassen werden müssen und auch an die vielen Windräder überall. Und das alles mit Bargeld bezahlt wird, wenig mit Karte und nichts mit Schecks.
Einiges aber war mir früher nicht bewusst. Es ist zum Beispiel auffällig, wie sauber zwar einerseits die Straßen in Deutschland sind, wie viel aber andererseits mit Grafitty beschmiert ist.
Und gab es schon immer so viele LKW auf den Autobahnen? Ich weiß es nicht mehr. Die vielen Blitzer überall, war das schon immer so? Sehr viel Verkehr, sehr viele Regeln, hohe Geschwindigkeiten auf engen Straßen, ständig andere Geschwindigkeitsbeschränkungen, niedrige Fehlertoleranz gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. In den Städten wird das Verkehrsgeschehen komplettiert von Armeen von Radfahrern und Schienenfahrzeugen (!!!) auf der Fahrbahn, liebevoll “Strassenbahn” genannt. Und immer schön kuppeln und schalten. Also, wenn wir irgendwohin gefahren sind, ich hatte immer ein T-Shirt zum wechseln dabei. Und eine Hose auch, wenn ich nicht selber gefahren bin.

Fortsetzung folgt.

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Steuern!

Tax Day! Tag der Steuerzahlung in den USA!

Naja, ich weiß, ich bin spät dran. Tax Day ist der 15. April, das war schon vorvorgestern. Und das hatte ich ja auch schon letztes Jahr geschrieben. Und ich hatte ja auch schon geschrieben, wie es funktioniert, grob (und etwas vereinfacht) nochmal rasch zum rekapitulieren: Jeder trägt seine Einkünfte auf dem Steuererklärungsbogen ein, jeder rechnet sich seine Steuerschuld selbst aus, jeder überweist seine Steuerschuld auch gleich dem Finanzamt. Und zwar für 2013 spätestens am 15.4.2014. Das geht per Scheck, per Post, per Einschreiben. Und daher ist es am 15.4. im Postamt auch so rappelvoll, da wirfst du (achtung, witzig!) keine Briefmarke (he, he!) mehr durch.

Die Steuern selbst sind in den USA niedrig, also jedenfalls für deutsche Verhältnisse. Für Amerikanische Verhältnisse sind die Steuern hoch, vor allem in Kalifornien. Was im direkten Vergleich auch nicht übersehen werden darf, ist die property tax, die Steuern auf Immobilien. Das sind in Santa Cruz County 1,25% vom Kaufpreis des Hauses, jährlich zu zahlen. Median Hauspreis sind 600 Tausend USD, d.h. Median property tax sind 7.500 USD, jedes Jahr.

Und das man als Mieter diese Steuern nicht zahlt ist natürlich genauso kurz gesprungen wie die Vorstellung, dass der Arbeitgeber die Kosten für den Dienstwagen zahlt.

Hier gibt es eine Übersicht, wie viel Steuern in den einzelnen Counties der USA gezahlt werden.

Und hier gibt es den Internationalen Vergleich der Abgabenlast.

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Deutsche Angst

Deutsche fürchten um Lebensmittelsicherheit, wenn im Rahmen des Freihandelsabkommens die Standards zwischen USA und EU angeglichen werden. 92% vertrauen den EU Standards und nur 2% vertrauen den US Standards.

Das ist doch ganz heiter, ein guter Teil der Deutschen scheint der Meinung zu sein, das Niveau der Lebensmittel sei hoch, jedenfalls deutlich höher als bei den … naja… Amerikanern.

Dem Deutschland-Reisenden fällt zunächst einmal auf, das Lebensmittel in Deutschland billig sind. Richtig billig, billig, billig. Es ist erstaunlich, zu welchen Preisen zum Teil da Zeug im Supermarkt ausliegt oder was an der Ecke der verzehrfertige Döner, die Pizza auf Pappteller oder das halbe Hähnchen kosten. Da liegt die Frage auf der Hand, welche Qualität dafür realistischerweise erwartet werden kann.

Und die Antwort darauf sind die regelmäßigen Lebensmittelskandale, Pferdefleisch in der Lasagne, Gammelfleisch im Döner, Kot im Brot, Dioxin im Ei, Antibiotika im Hühnchen. Das ist dann schnell vergessen und der Griff geht wieder zum billigsten Hackfleisch. EHEC noch ein Begriff? 2011 versetzten die EHEC Viren in Lebensmitteln Deutschland in Panik, 3500 Menschen erkrankten und 53 starben.

Lebensmittel in Deutschland total billig und richtig gut? Betrüblicherweise geht das so ja meistens nicht. Die Kalifornier sagen “You get what you pay for.”

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We are back!

Was hier wie eine Drohung aus Terminator I klingt, ist in Wahrheit zu gleichen Teilen ein Gefühl der Erleichterung und der Trauer.

Es war sehr schön in Deutschland, wir haben uns gefreut, viele von Euch wieder zu sehen. Das war toll, danke für Euren Besuch, Eure Reisen zu uns, Eure Hilfen!

Es war aber natürlich auch antrengend, wir sind tausende von Kilometern gefahren und deutsche Straßen, den Verkehr und die Rücksichtslosigkeit sind wir nicht mehr gewohnt.

Der Rückflug zog sich etwas, erst wegen technischer Probleme, die irgendwann gelöst waren, und dann musste doch noch in der Kabine die Decke aufgeschraubt und ein Aggregat ausgetauscht werden. Da war das Boarding schon zu Hälfte abgeschlossen und wir konnten bei der Operation vier Reihen hinter uns zusehen.

Das ist vielleicht aber ein Fazit zumindest der Flugreise über den Nordpol: Wer ein Kind dabei hat, wird bevorzugt behandelt, ist überall der erste und muss nirgendwo anstehen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Mit Kind zu reisen ist angenehmer als ohne. Natürlich gibt es schon mal Geschrei und das ist dann unpässlich. Aber in der Aluröhre in 10 km Höhe betrifft das sowieso alle gleichermaßen. Auch die, die nicht bevorzugt werden.

😉

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Wetterwarnung

Also strenggenommen sogar eine “Severe Weather Warning”, und zwar wegen Regens. Und tatsächlich regnet es seit heute Morgen.

Nach zwei Jahren Kalifornien muss ich dem aber auch zustimmen. Es gibt einfach manchmal schwerwiegende Ausnahmesituationen, also Temperaturen unter 17,5 Grad oder über 23 Grad, bewölkter Himmel, Wind oder sogar Regen. Bei solchen Wetterextremen will ja ernstlich niemand aus dem Haus und die Wetterwarnung hilft einfach dabei, sich rechtzeitg mit Lebensmitteln und Batterien einzudecken.

Heute Abend soll es möglicherweise sogar gewittern.

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