Charming

Unser Mittagessen hat heute “Charlie Hong Kong” beigesteuert, ein Vegan Organic Asian Street Cuisine … ähm… Laden. Restaurant. Das ganze Ding wurde uns empfohlen und die Empfehlung gleich mit der Einschränkung versehen, der Laden sei optisch nicht so attraktiv. Das ist jedenfalls charmant ausgedrückt.

Der Charme des The Otter Project liegt irgendwo im Umfeld der schönen Strände, zu denen wir geschickt wurden.

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Housewarming

Gestern haben wir unsere Nachbarn zu Kaffee und Kuchen im Garten eingeladen. Wir wissen nicht, ob soetwas hier üblich ist oder nicht. Aber jenseits davon glaube ich nicht daran, dass man mit einer solchen Einladung großen Schaden anrichten kann.

Wie war es?

– Aus dem Haus direkt hinter uns kam die ganze Familie, Vater Mutter und drei Kinder alle im Anzug und Krawatte. “Er” hat zunächst so getan, als sei das der normale Dresscode für die Gartenparty, “sie” hat aber gleich eingeräumt, dass sie im Anschluss zu einer Hochzeit weiter müssen.

– Gegenüber wohnt ein Farmer mit seiner Familie. Wir haben jetzt das ganze Tiefkühlfach voller Rosenkohl. Rezepte sind willkommen.

– Niemand von unseren Nachbarn hat direkten Zugang zum Arana Gulch Park, aber viele vermuten eine Abkürzung irgendwo. Viele haben sie schon gesucht, aber gefunden hat sie niemand (ähnliche Situation also wie beim Bernsteinzimmer. Oder Atlantis. Oder der Bundeslade).

Fazit:

– Wir haben nette Nachbarn.

– Amerikaner sind geübte Smalltalker, da muss nicht viel getan werden, die Party ist ein Selbstläufer.

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Permanent Resident

Congratulations! Your request for the removal of the conditional basis of your permanent resident status has been approved.

Die Nachricht habe ich vor zwei Tagen vom U.S. Citizenship and Immigration Services bekommen, meine Greencard kam gestern per Einschreiben. Meine Aufenthaltsgenehmigung war bisher befristet, auf Februar 2012, eine Verlängerung um ein Jahr wurde im Frühjahr gewährt. Zwei Termine zum Interview mussten wir verschieben, weil wir irgendwo im Hinterland mit dem Auto unterwegs waren. Das das geklappt hat, verdanken wir guten Freunden in Santa Cruz.

Ich erinnere mich auch noch gut an den Termin in der Amerikanischen Botschaft in Frankfurt im Dezember 2009, draußen fiel der Schnee aus der Dunkelheit und drinnen sah eine Beamtin über ein hakeliges Problem mit unserem Visaantrag hinweg. Wir haben an dem Tag viel Zeit mit Warten verbracht und ich habe zum ersten Mal die Flagge wahrgenommen auf der “California Republic” steht und darüber läuft ein Bär über eine grüne Wiese auf einen roten Stern zu.

Der Prozess hat insgesamt lange gedauert und er war deutlich aufwändiger als ich das anfangs vermutet hätte. Jetzt ist der Prozess abgeschlossen, die neue Aufenthaltsgenehmigung ist unbefristet.

Und? Hat es sich gelohnt?

Witzige Frage, eigentlich…

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Gartenmöbel

Da stehe ich also im Vorgarten und staubsauge den Rasen, die Nachbarn gucken belustigt und zeigen mit dem Finger.

Vor einigen Tagen haben e. und ich uns Gartenmöbel bestellt, vier Holzstühle und ein schweren “Mosaic bistro table” in der Farbe “turquoise”, übersetzt etwa “Türkis”. Persönlich bin ich der Ansicht, dass die Charakterisierung “hellblau” der Farbe vollkommen ausreichend gerecht wird, aber das ist jetzt nicht Thema. Der Tisch kam und war in der Mitte durchgebrochen, offensichtlich auf dem Transport zu Boden gegangen. Für die Interpretation spricht auch, dass die Verpackung total zusammengeschossen aussah und das Verpackungsstyropor die Konsistenz von Bruchkeks hatte, nur eben in Plastik. Es gelang uns durch massivem Einsatz von Paketklebeband Tisch und Verpackung für den Rücktransport leidlich zu stabilisieren. Heather von der Kundenhotline war sehr freundlich und organisierte den Abtransport des Malheurs und einen neuen Tisch. Der kam schon zwei Tage später, die Verpackung sah total zusammengeschossen aus und neuer Plastik-Bruchkeks verteilte sich in unserem Vorgarten, bevor er den Blick freigab auf den zweiten zerbrochenen Tisch.

Irgendwann ist es uns schließlich gelungen, einen Gartentisch zu beschaffen. Er ist aus Holz und passt farblich nicht zu den Stühlen, aber darüber hilft uns eine innere ‘Zen’-Haltung hinweg. Die und ein großes Tischtuch.

Zurück bleibt ein Vorgarten voller Styropor-Brösel. Und vielleicht hat dazu einer von Euch eine bessereIdee.

Türkis gilt als die kälteste aller Farben und hätte schon deswegen gut hierher gepasst. Komplementär sozusagen. Der Holztisch hat diese Funktion nicht und wir werden womöglich gegen die Hitze einen Sonnenschirm brauchen.

Decke, Tisch und Stühle

Decke, Tisch und Stühle

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Some Random Pictures

Ich erinnere mich daran, wie der Mitarbeiter des Atlanta Aquariums begeistert davon erzählte, wie aufgefundene kranke oder junge Otter mit Kalifornien ausgetauscht und aufgepäppelt werden. Auf einem Monitor im Hintergrund lief in der Endlosschleife ein Video, wie ein Seeotter nach der Ankunft in Atlanta aus der Hunde-Flugbox geholt wird, das Fell trocken und nach allen Seiten abstehend, “sooo fluffy!”.

Otter haben das dichteste Fell aller Tiere und wurden deswegen gejagt und fast ausgerottet. Ihr Fell war ein Vermögen wert. Seit 1911 sind sie in den USA geschützt und ihr Bestand hat sich erholt. Heute sind Pelzmäntel doch praktisch wertlos, wer bei klarem Verstand trägt das noch? Niemand jedenfalls, der nicht mit unserem Hund Ärger haben will.

Der California Sea Otter speziell lebt nur entlang eines kurzen Küstenstreifens von etwas nördlich von San Francisco bis etwa Santa Barbara. Die gemeinnützige Organisation The Otter Project unterstützt Wissenschaftler bei der Otterforschung, beobachtet die Einhaltung der Schutzzonen, fördert das Wissen um die Tiere und überwacht die Anzahl der Tiere innerhalb und außerhalb der Schutzzonen. 52 Freiwillige unterstützen dabei und bis gestern waren es nur 50.

Leider gibt es von unserem ersten Einsatz in Monterey keine Fotos, weil Euer Mister Universum seine Kamera auf 1600 ASA eingestellt hatte. Also gibt es stattdessen irgendwelche anderen Fotos.

 

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Regen in Santa Cruz

“Bis November werdet ihr keinen Regen mehr sehen!”, das hat uns J. Ende März versichert und er hat sich geirrt. Ende Mai hat es schon einmal für einige Stunden geregnet und gestern wieder für eine halbe Stunde. Schwere, mit Wasser gesättigte Tropfen waren das und der San Francisco Chronicle beeilte sich heute gleich mit der Erläuterung, wie denn das passieren konnte. Ein tropischer Sturm in Mexiko habe Ausläufer bis nach San Francisco geschickt, sehr selten sei das. Eine kleine Sensation um diese Jahreszeit.

 

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On The Beach

Es gibt eine Sache, die mich regelmäßig wieder überrascht: Der Pazifik. Einen Moment nicht hingesehen und schon sind die Schuhe nass. Dieses Wochenende war es besonders schlimm, die Wellen besonders unregelmäßig.

Und nun sagt Ihr: “Da gibt es doch wahrlich schlimmeres!”

Und das ist ja auch wieder wahr.

Dieses Wochenende war “Labor Day” Wochenende, Montag war Feiertag und wir haben einen Tag am Strand verbracht. Nicht den ganzen Tag, der Nebel kam erst über das Wasser und dann den Strand herauf, es wurde kalt und wir sind nach Hause gelaufen. Da kam der Nebel nicht hin, die Sonne schien und es war warm.

Von “Labor Day” sagen die Amerikaner, der Tag markiere das Ende des Sommers und den Beginn des Herbstes. Und die Santa Cruzians sagen, ab jetzt begänne das schöne Wetter. Das schöne Wetter? Und was genau war nicht in Ordnung mit dem Wetter bis hierher? Ihr seht mich ratlos.

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Wahlkampf und Fliegengitter

Wir haben an vielen Fenstern in unserem neuen Zuhause Fliegengitter. Nun beobachte ich sehr oft Fliegen innen am Fliegengitter, wie sie versuchen hinauszukommen. Ich beobachte nie Fliegen außen, die versuchen hereinzukommen. Im Grunde ist Fliegengitter nicht sinnvoll, weil es hauptsächlich verhindert, dass Fliegen den Wohnraum wieder verlassen. Oder geben Fliegen den Versuch ‘hinein’ sehr schnell auf und ‘hinaus’ nicht? Tote Fliegen finden sich schließlich auch nur auf der Innenseite des Fensters.

In der NZZ habe ich vorgestern einen Artikel über den Wahlkampf in den USA gelesen und darüber, warum die Amerikaner als Volk so gespalten sind. Schuld seien die vielen Medien, die Zeitungen, die Fernsehkanäle, das Internet. Früher, in den Zeiten der drei Fernsehkanäle und einer regionalen Zeitung habe man sich abweichenden Argumenten und Sichtweisen gar nicht verschließen können, man habe die Argumente gekannt und vielleicht zum Teil nachvollziehen können. Heute schalte man leichthin um auf den Kanal, der den Gegner der Lächerlichkeit preisgibt, im Internet sei die Auswahl noch größer und Zeitung lese ohnehin niemand mehr. Folglich verstünden sich die Anhänger der beiden Gruppen immer weniger und kreisten immer enger um ihre eigenen Argumente. Für oder gegen Fliegengitter. Und zwar radikal.

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Die Lösung vergrößert das Problem

Das Problem ist, dass ich mich oft nicht erinnern kann, wo meine Hausschuhe sind. Die Lösung des Problems glaubte ich darin gefunden zu haben, dass ich E. beigebracht habe, mir meine Hausschuhe zu bringen. Die Folge ist aber leider, dass meine Hausschuhe nun in die Obergruppe der Hundespielsachen gehören und von E. nach Belieben durch die Gegend getragen werden. Seitdem liegen die Treter an den überraschendsten Stellen im Weg herum, ich weiß erst gar nicht mehr wo sie sein könnten und ich muss sie auch noch einzeln suchen. Ich finde den einen dann in der Küche vor dem Futternapf und den anderen im Schlafzimmer im Hundekörbchen. Und für die Strecke dazwischen kann ich das vollgesabberte Ding entweder in der Hand tragen oder humpeln.

E. ist heute fünf Jahre alt und von uns gab es eine ziemlich eklige Beinscheibe.

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Die U.S Staatsgewalt greift ein

Mountain View im Silicon Valey, Heimatstadt der weltweiten Suche: Google. Wir sind hier im Cuesta Park zum Grillen eingeladen.

Schon bei der Einfahrt in die Stadt wird gleich klar, Mountain View ist nicht unbedingt ein sozialer Brennpunkt. Die Straßen sind gepflegt, die Häuser sind gepflegt, es gibt viel Grün. Der Park protzt mit kostenlosen Tennisplätzen, Squash, Fußball, Volleyball. Für die Kinder gibt es eine opulente Spielplatz-Landschaft und für uns gepflegte Grillplätze. Eigentlich klar, dass in dem Umfeld nicht mit dem Hund auf dem englischen Rasen Frisbee gespielt werden darf.

Und da ist sie auch schon, die Polizei. Der Officer schlendert heran, grüßt freundlich und nach etwas Smalltalk bittet er darum, dass der Hund an der Leine bleibt. Er sei gehalten, darauf zu achten, es täte ihm leid. Aber ab Fünf, so fügt er noch hinzu, sei er nicht mehr da.

Bilder vom Arana Gulch, dem Park bei uns um die Ecke, drei Bilder aber ein Vogel und die erste California Poppy aus unserem Garten. Enjoy:

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