U. Es. A. — U. Es. A. — U. Es. A. — !

Ja, Kalifornien, Sonne, Strand, Pazifik. Die freundlichen Menschen, das gute Essen. Das tun wir heute mal alles schön beiseite legen und dann reden wir über die finsteren Seiten, die Untiefen, die Probleme. Die Steckdosen.

Kürzlich habe ich einen Artikel gelesen und darin stand, dass amerikanische Steckdosen bis zu doppelt so viel Leistung abgeben wie  deutsche, weil sie mit 20 Ampere gesichert sind, und deutsche nur mit 10-16 Ampere. Nun ist natürlich Leistung das Produkt aus Spannung und Stromstärke (P=U*I) und damit hat eine 240 Volt Steckdose mit 10 Ampere in Deutschland genau dieselbe Leistung wie eine 120 Volt Steckdose mit 20 Ampere in den USA.

Tja, dumm gelaufen. Ist halt nicht so einfach, wenn man sich in der Materie nicht so auskennt, oder grundsätzlich intellektuell am Limit segelt. Schönen Gruß an den Autor.

Wahr ist dagegen, dass amerikanische Steckdosen zu den flimmsigsten und billigsten Produkten gehören, mit denen ich je zu tun hatte. Die Stecker sind dünn, und verbiegen sich schon beim Draufschauen, die Steckdosen haben kaum Grip, wenig Kontakt und hässlich sind sie auch.

Die Kombi Dose – Stecker funktioniert kaum richtig. Wenn es gut läuft, dann hängt der Stecker im schrägen Winkel aus der Dose raus und hat aber noch Kontakt! Manchmal fällt er dann aber einfach heraus. Das ist normal. Vollkommen normal.

Dann fällt der Stecker aus der Dose, weil vielleicht jemand dagegengekommen ist, oder zu dicht dran vorbeigegangen ist oder der Nachbar einen Nagel in die Wand haut. Was soll ich machen, soll ich den Stecker mit einer aufgebogenen Büroklammer in der Dose verkeilen?

Es ist also in meinem Leben seit drei Jahren vollkommen normal, dass Stecker aus der Steckdose fallen. Dann ist der Monitor schwarz, die Lampe ist aus oder der Rasenmaeher bleibt stehen. Ganz normal. Passiert mir drei Mal in der Woche. (Diese Woche erst zweimal)

Mich würde mal interessieren, wie man es unter dies[flitsch!]

… server lost connection …

Posted in Uncategorized | Tagged | 3 Comments

HWY 17

Highway 17 – Die Lebensader der Stadt Santa Cruz, der Weg über die Berge, die Verbindung ins Silicon Valley. Und eine der gefährlichsten Straßen in Kalifornien. Brandgefährlich, indeed, jedenfalls nach amerikanischen Standards. Nach Deutschen Standards eine ganz gewöhnliche, kurvige Bergstraße.

HWY 17 ist auf jeder Party ein conversation starter, wer auch immer erzählt, dass er häufig über seventeen ins valley fährt wird bewundert, bestaunt und bezweifelt.

Das dürfte auf einem Level sein mit dem Beruf des Gorilla-Ringers, Ihr wisst schon, entlaufene Gorillas finden, niederringen und ihren glücklichen Besitzern zurückbringen: Bewundert, bestaunt und bezweifelt. You get my drift?

HWY 17 ist eine landschaftlich schöne Strecke, vier Spuren führen von Santa Cruz hoch in die Santa Cruz Mountains, durch Weinberge, durch Scotts Valley hinein in dichte Wälder von Mamutbäumen, über den höchsten Punkt “The Summit” auf 1.800 Fuß und im Winter glatteisgefährdet, wieder hinunter, am Lexington Stausee vorbei hinein nach Los Gatos, der ersten Stadt im Silicon Valley. Eine Fahrt vom Surfer-dude zum Web-guru, von entspannt zu aktiv, oft von warm zu heiß und manchmal vom Nebel in den Regen und vom Regen in die Sonne.

Die Strecke hat ihren Anspruch. Aber sie ist sicher machbar, ohne dass Radkappen flöten gehen. Wie sehen das die Locals: HWY 17?

“Highway 17 is a twisting turning nightmare.”

“I hate 17. It scares the crap out of me to drive on even when its light outside.”

“I take this highway daily and I am suffering every single second that I’m on it.”

“Gah! I hate driving on this.”

“17 is a 1934 expressway that it’s impossible to be neutral about.  Either you see it as a scenic slalom course or as a nerve-wracking torture chamber.”

“My dad let me drive this when I had my permit at 15 1/2 years of age and kept yelling at me to slow down; I was scared shitless (way to go dad).”

Posted in Uncategorized | Tagged , | 1 Comment

Protected: Nora – Ein Jahr alt

This content is password protected. To view it please enter your password below:

Posted in Uncategorized | Tagged | Comments Off on Protected: Nora – Ein Jahr alt

Mein Rat an Euch

Ungefragt Ratschlaege zu erteilen gehoert ja zu den sieben Todsuenden (als Unterkategorie von Superbia, Hochmut). Aber was kuemmert es mich. Ich bin Deutscher.

Der Winter kommt und es wird kalt in Santa Cruz. Heute z.B. ist die Vorhersage fuer 17 Grad und den ganzen Tag Regen, Un-fass-bar. Wie geht man mit einer solchen… Situation um?

Nun, mein Ratschlag ist, zunaechst einmall Fenster und Tueren zu schliessen. An dieser Stelle bekomme ich oft besorgte Rueckfragen aus dem Umfeld von “Was ist mit frischer Luft?”. Tja, nicht umsonst ist “Frisch” soetwas wie das Gegenteil von “Warm”.

Ferner sind lange Sachen eine gute Idee, also konkret ein Oberteil mit langen Aermeln und ein Beinkleid, dass bis zu den Knoecheln reicht. Bauchfrei ist nicht gut. Meistens nicht, und wenn es kalt ist, dann besonders nicht. Fuer die Fuesse gibt es im Fachhandel zum warmhalten Ueberzieher, “Socken”. Und schaut mal, ob Ihr irgendwo geschlossene Schuhe habt. Das Hilft, wenn man bei Regen doch mal raus muss, wovon ich abrate. Im Auto gibt es meistens einen Knopf zum Abschalten der Klimaanlage, zur Not mal einen Blick in die Anleitung werfen.

Ich hoffe, diese Ratschlaege helfen Euch ueber den Winter. Dankt mir nicht fuer die qualifizierten Tips, das ist schon mein dritter Winter hier.

Posted in Uncategorized | Tagged , | 2 Comments

Jahreszeiten

Der Winter ist da und die Regensaison hat angefangen. Der Übergang der Jahreszeiten ist hier weniger ein Thema für lange Debatten, anders als in Deutschland, jedes Jahr wieder, so oder so ähnlich:

– “Du, es wird Herbst, nichtwahr?” – “Was? Alta, entspann dich mal, es ist doch noch voll Sommer!” (Derweil die Krähen auf den blattlosen Bäumen dem grauen Nieselregen trotzen).

Hier fängt es irgendwann an zu regnen, es schüttet wie zu Zeiten Noahs und dann wird grün, was vorher braun war. Die Menschen halten inne, hören auf zu arbeiten oder legen sogar das iPad aus der Hand und stellen sich ans Fenster, blicken versonnen hinaus oder treten vor das Haus auf die Veranda. Sie schauen dem Regen zu, lauschen dem prasseln, atmen die frische Luft und freuen sich.

Helloween: Kommen die Kinder trotz des Regens ihre Süßigkeiten abholen? Na klar, ohne Ende. Dabei immer begleitet von Erwachsenen, die entscheiden, wer mitmacht (Licht an, Kürbis vor der Tür) und für Ordnung sorgen: “Kevin, just one sweet! And please say thank you!”. Die Kinder nehmen eine Süßigkeit, sagen “Thank you!” und die Erwachsenen freuen sich. “Isn’t it great that it’s raining!” und “Happy Halloween!”, dann zieht der Pulk weiter.

Happy Halloween from rainy California!

Posted in Uncategorized | Tagged | 5 Comments

Protected: NfN

This content is password protected. To view it please enter your password below:

Posted in Uncategorized | Tagged | Comments Off on Protected: NfN

E.

Fotos vom Hund. Der Hilflose Versuch, ueber zu wenig “Content” hinwegzukommen.

Posted in Uncategorized | Tagged | 1 Comment

Duerre in Kalifornien

So, ganz grosses Tennis: Die FAZ hat es bemerkt, in Kalifornien herrscht Duerre. Der Artikel ist lieblos geschrieben, kommt viel zu spaet und ist nur aus einem Grund lesenswert. Naemlich wird darin beschrieben, wie ein Bewohner aus den Bergen (Fachwort hier: ein “Hillbillie”), der nicht an das oeffentliche Wassernetz angeschlossen ist, vollkommen sorglos die letzten Grundwasservorraete aus seinem Brunnen zum sprengen des Rasens verwendet. Nachts steht er dann vor seinem Klo, grosses Fragezeichen im Gesicht, derweil nur noch Luft durch seine Rohre gurgelt.

Jaja, die Hillbillies. In den Santa Cruz Mountains leben sie auch. Simple, aber sehr selbstbewusste Menschen, meist mit Schrotflinte ausgestattet und immer gut fuer spektakulaere Ideen.

The problem with the world is that the intelligent people are full of doubt, while the stupid people are full of confidence.

http://www.faz.net/aktuell/wassernotstand-in-kalifornien-die-grosse-duerre-13215186.html

Posted in Uncategorized | Tagged , | Comments Off on Duerre in Kalifornien

Ein Deutscher aus Amerika in der Schweiz

Also, in Zürich. Und zwar zum ersten Mal. Sowohl in Zürich wie auch in der Schweiz. Ein sehr niedliches Städtchen, sehr klein, sehr ordentlich und sehr sauber. Die mittelalterliche Altstadt ist etwas, was es in den ganzen USA nicht zu sehen gibt, hier an der Westküste sowieso nicht. Kaum etwas ist hier älter als 150 Jahre. Die Innenstadt von Zürich ist allerdings auch spektakulär eng, klaustrophobisch fast. Ein Dodge Ram 3500 Bighorn kommt durch die Gassen jedenfalls nicht mehr durch. Folglich müssten Amerikaner in Zürich zu Fuß einkaufen gehen. Das wird ihnen nicht gefallen und daher leben dort auch keine.

Amerikanern wird auch auffallen, dass viele Schweizer rauchen und auch sehr viel rauchen, der blaue Dunst ist allgegenwärtig. Das macht die Stadt nicht zum idealen Ort für Familien mit Kindern und deswegen leben dort auch kaum welche. Die Stadt hat sich darauf eingestellt, wer mit Kinderwagen unterwegs ist, die arme Sau, kommt schon kaum noch irgendwo durch, Poller, Treppen und enge Aufzüge sind die gängigsten Hindernisse, aber  auch Kopfsteinpflaster und nicht abgesenkte Bordsteine sind verbreitete Schikanen. In die Straßenbahn muss der Kinderwagen über drei Stufen gehoben und anschließend über einen einen Meter hohen Niro-Haltegriff gewuchtet werden. Zu viert geht das ganz ordentlich, zu dritt ist es etwas knifflig. Im Taxi fehlen Kindersitze, der Fahrer schlägt vor, das Kind einfach festzuhalten. Ja, sehr guter Plan. Oder einfach mit Paketschnur am Dachgepäckträger anbinden. Bei diesen Bedingungen ist es auch nicht sehr wahrscheinlich, dass eine Familie mit Kleinkind je irgendwo hinkommt. Folglich sind in Restaurants Kindersitze eher die Ausnahme denn die Regel und in unserem Hotelzimmer im 6. Stock war die Balkonbrüstung so angebracht, dass ein Kleinkind drunter durch krabbeln kann, ohne sich den Kopf zu stoßen.

Versteht mich nicht falsch, Zürich ist eine schöne Stadt. Fahrt mal hin solange ihr keine Kinder habt oder wenn die aus dem Haus sind und bevor Ihr einen Rollstuhl braucht.

Posted in Uncategorized | Tagged | 2 Comments

Bilder aus Europa

Posted in Uncategorized | Tagged | Comments Off on Bilder aus Europa