Zwei Tage lang haben wir letzte Woche die Sonne nicht gesehen, Montag und Dienstag hat es den ganzen Tag genieselt. Ich wisst schon, dieses Nieseln das alles in trostloses Grau hüllt. Dieses Nieseln, in dem alles klamm wird aber nichts naß, dass man im Gesicht spürt aber nicht auf den Händen. Dieses Nieseln, für das aus der ganzen Welt Touristen nach Hannover kommen.
Es nieselt also zwei Tage lang und die Menschen hier sind ‘Amazed‘, verblüfft und erstaunt. Ich treffe unsere Nachbarin draußen, sie beläd ihr Auto im ‘Driveway‘, in der Auffahrt, sie ist auch ‘Amazed’, ratlos. Regen im Sommer hat sie noch nie erlebt. Sie sagt tatsächlich ‘Rain‘, Regen. Richtig wäre aber ‘Drizzle‘, Niesel. Aber so sind die Menschen hier, sie haben nur ein Wort für “Wasser, dass vom Himmel fällt” und nicht siebzehnhundert.
Mittwoch war wieder alles wie immer, thankfully. Aber zwei Tage Drizzle haben ausgereicht und ich hatte vergessen, wie blau der Himmel hier ist.

(Darunter, irgendwo, ist immer ein weinendes Kind)
Der Wistleblower flieht aus dem Land der “Free and Brave” und bringt sich in China in Sicherheit.
Ich habe in der Sache einige Tage gewartet, um zu einem Urteil darüber zu kommen, wie die Amerikaner in der Angelegenheit denken. Obama selbst hat vor wenigen Monaten noch gesagt, Whistleblower müssten besser geschützt werden. Edward Snowden, der Whistleblower der das geheime überwachungssystem des amerikanischen Geheimdienstes NSA veröffentlicht hat, ist aber inzwischen von der amerikanischen Regierung angezeigt worden, ihm drohen 30 Jahre Haft wegen Geheimnisverrats.
Die Haltung der amerikanischen Bürger zu den – wie es hier heisst NSA Files – ist verhalten. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, weil der Vorfall genau in das Bild passt, dass die Amerikaner von ihrer Regierung in Washington haben, konkret hier der Hang zum Machtmissbrauch. So no big news here. Wie das ausgehen wird, ist trotzdem noch vollkommen offen.