Schockierend III (und dann is aber auch Schluss!)

Und schon wieder das Nachbarschaftsnetzwerk. Thema diesmal: Eine Katze ist vom Kojoten erlegt worden. Die betroffene Familie erhält von allen Seiten Trost und Zuspruch. Die Frau aus 113 empfiehlt, nachts die Katzen ins Haus zu holen, das sei sicherer. Ein anderer fragt, ob die Katze denn gesund gewesen sei? Oder alt? Oder wenigstens übergewichtig?

Ja, so ist das hier. In den Santa Cruz Mountains werden die Berglöwen mit Peilsendern überwacht, beim hinaustragen des Mülls ist selbstsicheres Auftreten gegenüber den Waschbären eine Schlüsselqualifikation für den Erfolg des Vorhabens und am Strand angeschwemmte, abgebissene Seelöwen markieren die Grenze zum Reich des großen weißen.

Das ist … ja … nee, das ist nicht schockierend. Das ist Natur.

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Schockierend II

Unsere Nachbarn haben uns zu dem Online-Nachbarschaftsnetzwerk unseres Viertels eingeladen. Wir sind der Einladung gefolgt, natürlich. Und können sogleich die aktuelle, heisse Diskussion mitlesen. Der Hintergrund? Einer Nachbarin zwei Straßen weiter ist ins Auto eingebrochen worden. Folgendes hat sich dem Vernehmen nach zugetragen: Die nämliche Nachbarin hat am Abend vorher vergessen, ihr Auto abzuschließen und am nächsten Morgen waren alle Ihre CDs – Ihr ahnt es schon – durchwühlt. Und das könne ja nun echt nicht sein.

Die Kriminalität in dieser Gegend scheint sich zu einem echten Problem zu entwickeln. Ich bin tiefbetroffen und hochbesorgt. Das ist … ja … schockierend!

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Schockierend

Unser Hund liebt die Frisbee, das ist soweit keine Neuigkeit. Leider leidet die Frisbee sehr unter dieser Liebe und wir müssen regelmäßig im PetSmart eine neue kaufen. Zuletzt dachte ich dabei, dem Hund etwas Variation zu gönnen und griff nach einem Produkt, dass da übersetzt heisst “Das fliegende Eichhörnchen”. Leider hat das Eichhörnchen die Liebe unseres Hundes gar nicht vertragen und war schon nach einer Session am Strand total zerfetzt. Schade, es flog nämlich echt ganz gut.

Heute war ich wieder im PetSmart, legte das total zerfetzte, vollgesabberte und sandige “fliegende Eichhörnchen” an der Kasse auf das Rollband und erklärte, ich würde das gerne zurückgeben. Die Verkäuferin sagte “Na klar!”. Dann lächelte sie mich an und gab mir das Geld zurück. Anschliessend hat sie mir noch einen schönen Tag gewünscht aber nichts gesagt in der Richtung von “Tut mir leid, dass Sie nicht zufrieden waren, Sir.”

Der Service in diesem Land geht den Bach runter. Es ist wirklich … ja … schockierend!

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Der August in Bildern

Vor noch wenigen Tagen hätte ich Stein und Bein darauf verwettet, dass die USA Syrien angreifen. Inzwischen sieht es gar nicht mehr danach aus, die Mehrheit der Amerikaner ist dagegen, das Land ist kriegsmüde. Vor allem die enormen Kosten und die schwachen Ergebnisse in Irak und Afghanistan und die Sorge, in einen weiteren Konflikt hineingezogen zu werden, wirken abschreckend. Auch stellt sich die Frage, wer unterstützt und was erreicht werden kann und soll.

“Um Guts zu tun, braucht’s keiner Überlegung.” Das hat Goethe geschrieben. Der leichte Teil ist, das Gute zu tun. Der schwere Teil ist herauszufinden, was das Gute ist. Das wird einige Überlegung erfordern, wenn es sich überhaupt klären lässt.

Gehen wir lieber in die andere Richtung und seichten das Thema ab: Auf dieser Webseite kann jeder überprüfen, ob er weiß, wo Damaskus liegt (Damaskus? Die Hauptstadt von Syrien? – Ja, ganz genau die.)

Es stellt sich heraus, die Mehrheit weiß auf 300 Kilometer genau, wo das liegt. Es stellt sich heraus, Linuxnutzer wissen es besser als Mac-User (Ihr Luschen!). Es stellt sich auch heraus, Damaskus gibt es auch zwei Mal in den USA. Die Auswertung in ihrer ganzen Schönheit hier.

Seichten wir das Thema weiter ab: Fotos, Opium für die Augen.

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Congrats!

Seit gestern 6 Jahre alt. Szenen aus einem Hundeleben:

Die Tragezeit bei Hündinen beträgt etwa 63 Tage. Es muss also vor etwa sechs Jahren und zwei Monaten gewesen sein, dass auf einem Bauernhof in Brandenburg wenige Kilometer nördlich von Berlin der Labrador des Nachbarn schneller lief als die mit 14 Jahren schon recht betagte Dalmatinerdame. Letztere war aber – so wurde uns berichtet – eine sehr fürsorgliche Mutter. Neun Wochen lang päppelte sie ihre Welpen groß. E. war die dickste aus dem Wurf, sie kam aus dem Pulk tapsig auf uns zugelaufen und biß in meine Schnürsenkel. Eigentlich wollten wir nur gucken.

Ja, wie die Zeit vergeht merkt man daran, wie die Hunde wachsen. Unsere kleine ist groß geworden, aber von Anfang an hat sie ihre Frisbee geliebt. Und die Sonne. Und jetzt auch das Meer. Durch die Wellen folgt ihr kein anderer Hund. Das ist ihr gleich, mit anderen Hunden kann die junge Dame meistens nicht so viel anfangen. Eine Ausnahme gibt es, sie liebt Dalmatiner.

Ich frage mich, ob sie weiß, warum das so ist.

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Deutschland – USA – Kanada

Zweit deutsche Freunde aus San Francisco sind weitergezogen, nach Kanada.

Ich hatte verschiedentlich schon geschrieben über meine Wahrnehmung der amerikanischen Nation als offenes, freundliches und (relativ) unbürokratisches Einwanderungsland. Nun ist jedenfalls festzustellen: Die Kanadier können das auch. Und sie sind nicht gewillt, gut ausgebildete Fachkräfte einfach den Amerikanern zu überlassen.

Der Kanadische Pass ist anscheinend für Einwanderer aus Deutschland einfacher zu bekommen, als der US-Amerikanische. Aber damit könne man auch unbürokratisch in den USA arbeiten, so bekommen wir erklärt. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.

Calgary ist es geworden, von hier so weit weg wie Madrid von Berlin.

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Wahlen

Gab es nicht kürzlich irgendwo die Wahlen zum häßlichsten Hund des Jahres?

Egal. Ich lege jedenfalls Wert auf die Feststellung, dass das, was ich eben geschrieben habe in keinerlei Zusammenhang steht zu dem, was ich gleich schreiben werde.

Darf ich vorstellen? Der Hund unserer Nachbarn:

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(lungert in unserem Garten herum)

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Schulen und Schummeln

Letzte Woche hatten wir einen Schullehrer zu Besuch und im Gespräch stellt sich heraus, amerikanische Schulen sind strikt drogenfreie Zonen: Es gibt keine Raucherecke und auch Lehrer dürfen nirgendwo im Umkreis den Lungentorpedo in Brand setzen.

Das mag ja so noch sein, aber was jetzt kommt, glaubt mir in Deutschland wieder keiner: Es wird auch nicht geschummelt. Keine Spicker, keine Bücher unter dem Tisch, keine Notizen in der Federmappe oder auf der Handfläche oder Zettelchen in der Tasche. Das gilt als unehrenhaft, als Schande. Klassenbester dagegen ist eine Ehre. Oder Klassensprecher.

Später dann, in der Uni, werden Klausuren angeblich ganz ohne Aufsicht geschrieben.

Ich selbst kenne das alles ganz anders. Und ich muss lernen, das für mich zu behalten.

In den USA werden unter 1% der Steuererklärungen vom Finanzamt überprüft. Bei der Quote wäre in Deutschland Volksfest, oder?

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Kalifornien, mit Deutschland verglichen

Die Kalifornier sind alle so und machen dieses und die Deutschen sind alle irgendwie und wollen irgendwas. Sonne Diskussionen gabs schon viele und ich will heute nur die Fakten vergleichen:

Die Fläche Kaliforniens ist um 18% größer als die Fläche Deutschlands, die Landfläche hier ist zu 4,7% von Wasser bedeckt, in Deutschland sind es 2,4%. In Kalifornien leben weniger als halb so viele Menschen wie in Deutschland, 38,0 Mio. zu 80,4 Mio. Einwohner. Die Illegalen werden hier mitgezählt, in Deutschland nicht. Der höchste Berg in Kalifornien ist der Mount Whitney, er ist 4.421 Meter hoch und damit um die Hälfte höher als die Zugspitze. Würde Kalifornien parallel zum Äquator nach Europa verschoben, dann läge es etwa zwischen Rom und Tripolis.

Das Motto Deutschlands ist “Einigkeit und Recht und Freiheit” und das Motto Kaliforniens ist der Gipfel der sparsamen Wortwahlt, es lautet “Eureka”. Kein Ausdruck von Heiterkeit und Lebensfreude, sonder einfach nur ein Bezug zu der Entdeckung von Gold im Jahr 1848.

So sieht es aus.

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Hummingbirds

Wo kommen die Kolibris her? Das ist so*: Nachdem alle Vögel erschaffen waren, blieb noch ein kleines Häufchen gräulicher Federn übrig, Reste eben. Gott beschloss, daraus einen kleinen Vogel zu schaffen, einen weiblichen und einen männlichen Kollibri.

Mit dem Werk war er dann so zufrieden, dass er eine kleine Hochzeit für das junge Pärchen organisierte. Als erstes schmückten Schmetterlinge den Raum, Blumen bedekten den Boden mit ihren Blütenblättern, Spinnen sponnen das Hochzeitskleid für die Braut und die Sonne schickte Sonnenstrahlen, die den Bräutigam in leuchtenden grünen und roten Farben erstrahlen ließen. Den Hochzeitsgästen fiel aber auf, dass der Bräutigam immer sofort wieder grau und unscheinbar wurde, sobald er sich von der Sonne abwandte. Grau und unscheinbar wie die Federreste, aus denen er erschaffen wurde.

Und das ist noch heute so:

Wir haben btw (by the way) einen neuen Hummingbird-Feeder geschenkt bekommen. Unser drittes und hochwertigstes Modell. Das hängt jetzt vor dem Haus und die ollen Plastikdinger sind vor das Küchenfenster und vor das Büro verbannt. So ist das eben, eine einäugige Oma stellt ja auch niemand ins Wohnzimmer, right?

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* Nach der Überlieferung der Maya

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